Hier ist eine Frage, die sich jeder Gitarrist früher oder später in seiner musikalischen Laufbahn stellt: „Welchen Tonabnehmer soll ich für meine Gitarre wählen?“ Die Gründe für diesen Veränderungswunsch sind vielfältig: eine Klangveränderung, der Wechsel zu Humbuckern, der Einbau guter Tonabnehmer in eine Bausatzgitarre, das Bedürfnis, eine Einsteigergitarre aufzurüsten…
Die Wahl dieses oder jener Mikrofone, falls wir das gesamte Set austauschen, hängt hauptsächlich von zwei Kriterien ab:
Tatsächlich lassen sich nicht dieselben Tonabnehmer einbauen, wenn man eine Stratocaster mit drei Single-Coils oder eine Les Paul mit zwei Humbuckern hat. Man muss auch die Konstruktion der Gitarre berücksichtigen: Ist es möglich, einen Humbucker in der Stegposition meiner Strat einzubauen? Ist der Korpus dafür groß genug? Falls nicht, bin ich bereit, den Korpus selbst oder mit Hilfe eines Gitarrenbauers zu vergrößern?
Beispiel: Ich möchte Humbucker in meine Jazzmaster einbauen. Geht das? Theoretisch ermöglichen die Aussparungen für die Single-Coil-Tonabnehmer der Jazzmaster das. Allerdings ist das Schlagbrett nur für diese Tonabnehmer ausgelegt und muss daher ausgetauscht werden, um Humbucker einzubauen. Der Einbau ist aber durchaus machbar.
Sobald Sie diese Fragen beantwortet haben, werden Sie bereits eine bessere Vorstellung davon haben, welches Mikrofonformat Sie an Ihrer Gitarre verwenden können.
Als Nächstes müssen Sie festlegen, für welchen Zweck Sie Ihr Mikrofon wechseln möchten: für einen offeneren Klang, für mehr Leistung, ein Mikrofon zum Spielen von Blues, Mikrofone zur Montage an einer Halbresonanzgitarre zum Spielen von Indie… Auch hier ist die Frage umfassend und von größter Wichtigkeit.
Heutzutage sind bei Tonabnehmerkombinationen fast alle Möglichkeiten gegeben. Man findet P90- oder Strat-Single-Coil-Tonabnehmer im Humbucker-Format. Genauso gibt es Humbucker im Stratocaster- oder Telecaster-Format. Auch die Tonabnehmerrahmen einer Epiphone Dot lassen sich austauschen, um FilterTron-Tonabnehmer einzubauen. Alles ist möglich.
Ein wichtiger technischer Faktor bei der Wahl eines Steg-Tonabnehmers ist der Stegtyp Ihrer Gitarre. Bei einem Tune-O-Matic- oder TOM-Steg, wie er bei den meisten Gibson- und Epiphone-Gitarren zu finden ist, können Sie einen Steg-Tonabnehmer mit einem Schraubenabstand von 49,2 mm oder 50 mm (E zu E) wählen. Bei einem Hardtail-Steg, einem Telecaster-, Stratocaster-Vibrato- oder Floyd-Rose-Steg empfiehlt sich hingegen ein Abstand von 52 mm. Der Abstand für den Hals-Tonabnehmer beträgt in der Regel 49,2 mm oder 50 mm für Humbucker und P90-Tonabnehmer.



Sobald Sie das Mikrofonformat und den gewünschten Klangtyp festgelegt haben, bedürfen einige Punkte noch der Klärung. Es ist wichtig zu verstehen, welcher Magnettyp am besten zum gewünschten Klang passt.
Die am häufigsten verwendeten Magnete sind AlNiCo 2 und 5 sowie Keramik 8. Es gibt jedoch viele weitere Typen für ein breites Klangspektrum. Innerhalb der AlNiCo-Familie werden die Typen 2, 3 und 4 im Allgemeinen für Vintage-Sounds verwendet. Die Typen 6, 8 und 9 (ja, wirklich!) hingegen eignen sich für moderne Klänge. AlNiCo 5 kann sowohl für Vintage- als auch für moderne Sounds eingesetzt werden. Keramik 8 wird für modernere Klänge verwendet. Wer einen hohen Ausgangspegel benötigt, kann auch Neodym-Magnete wählen. Wenn Sie mehr über Magnete erfahren möchten, lesen Sie unseren ausführlichen Artikel zu diesem Thema.
Besuchen Sie den boutique und nutzen Sie die Filter, um DAS Mikrofon zu finden, das zu Ihrem Instrument und Ihrem Stil passt.
Falls Sie nicht das Passende finden, fragen Sie einfach nach einem individuellen Tonabnehmer. Individuelle Tonabnehmer sind durchaus erschwinglich und machen Ihre Gitarre zu einem echten Unikat!